Legal glücksspiel in Schweiz
Casinospiele, Poker und Sportwetten übers Internet auf kostenpflichtigen Websites nun auch in Schweiz erlaubt.
Das Spielverhalten junger Männer in der Westschweiz verändert sich: Das Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ein statistisch signifikanter Anstieg des problematischen Spielverhaltens lässt sich aus dem vom Zentrum für exzessives Spielen des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) vorgestellten Vergleich jedoch nicht ableiten. Die am 1. Oktober 2026 auf REISO veröffentlichte Analyse zeigt, wie wichtig es ist, Veränderungen im Spielverhalten und den Spielerschutz gemeinsam zu betrachten. Für Nutzer legaler Online-Casinos in der Schweiz unterstreicht sie zudem die Bedeutung wirksamer Präventionsmassnahmen.
Die Auswertung des CHUV vergleicht zwei Befragungen, die 2019 und 2023 unter jungen Männern in der Westschweiz durchgeführt wurden. Der Anteil der Befragten, die in den vergangenen zwölf Monaten an Geldspielen teilgenommen hatten, stieg von 47 % auf 50 %.
Die deutlichste Veränderung betrifft jedoch die Art der Spielteilnahme. Unter den Spielern sank der Anteil jener, die ausschliesslich vor Ort spielten, von 76 % auf 58 %. Gleichzeitig stieg der Anteil der Personen, die sowohl vor Ort als auch online spielten, von 21 % auf 33 %. Der Anteil der ausschliesslich online spielenden Personen erhöhte sich von 2 % auf 8 %. Diese Werte beziehen sich auf die befragten Spieler und nicht auf die gesamte junge Bevölkerung der Schweiz.
Es gilt daher, zwei Entwicklungen zu unterscheiden: Während die allgemeine Teilnahme an Geldspielen leicht zunimmt, gewinnen digitale Angebote innerhalb des Spielverhaltens deutlich an Bedeutung. Diese Unterscheidung verhindert, dass jede Zunahme des Online-Glücksspiels automatisch mit einem entsprechenden Anstieg der Spielerzahl gleichgesetzt wird.
Die dazugehörige wissenschaftliche Publikation liefert zusätzliche Erkenntnisse. Sie basiert auf einer Untersuchung von 2'349 Männern im Alter von 18 bis 24 Jahren, die in der Westschweiz wohnen und zwischen August 2023 und Januar 2024 befragt wurden. Von den Teilnehmern, die online um Geld spielen, nutzen 74,7 % ein Smartphone oder Tablet.
Der mobile Zugang verdient bei einem Vergleich von Online-Casinos besondere Aufmerksamkeit. Eine benutzerfreundliche Oberfläche erleichtert den Zugriff auf die Spiele. Dieselbe Benutzerfreundlichkeit sollte jedoch auch für die Einsicht in die bisherigen Ausgaben, die Festlegung von Spiellimiten und den Zugang zu Hilfsangeboten gelten. Die Qualität einer Plattform lässt sich somit nicht allein daran messen, wie komfortabel die Navigation durch das Spielangebot gestaltet ist.
Für Spieler stellt sich deshalb eine praktische Frage: Sind die Funktionen zum Spielerschutz ebenso einfach zugänglich wie jene für Einzahlungen und die Teilnahme an Spielen?

Die wissenschaftliche Untersuchung stellt Zusammenhänge zwischen Spielproblemen und verschiedenen Verhaltensweisen fest. Dazu gehören eine höhere Spielhäufigkeit, die Teilnahme an mehreren Spielkategorien, die Kombination von stationären und digitalen Geldspielen sowie höhere Spieleinsätze. Ein statistischer Zusammenhang allein belegt jedoch keinen ursächlichen Zusammenhang.
Auch die Aussagekraft der Ergebnisse muss klar eingegrenzt werden. Die Stichprobe umfasst ausschliesslich junge Männer aus der Westschweiz. Zudem beruhen die Angaben auf Selbstauskünften der Teilnehmer. Die Ergebnisse lassen sich daher nicht ohne Weiteres auf Frauen, andere Altersgruppen oder die gesamte Schweizer Bevölkerung übertragen.
Diese Einschränkungen sind für die Interpretation der Zahlen wesentlich. Eine Untersuchung innerhalb einer bestimmten Bevölkerungsgruppe liefert wertvolle Hinweise, ersetzt jedoch keine regelmässige Beobachtung des gesamten Geldspielmarktes und seiner Auswirkungen.
Die Schweizer Gesetzgebung schreibt den Spielbanken konkrete Massnahmen zum Schutz ihrer Kunden vor. Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) weist darauf hin, dass Spielbanken über ein Sozialkonzept verfügen müssen. Dieses umfasst insbesondere die Information der Spieler, die Früherkennung problematischen Spielverhaltens sowie Möglichkeiten zur Selbstkontrolle. Zudem müssen die Betreiber über Risiken und verfügbare Unterstützungsangebote informieren.
Die angebotenen Instrumente sollen es den Spielern ermöglichen, ihr Spielverhalten zu kontrollieren und einzuschränken. Dies betrifft insbesondere die Spieldauer, die Spielhäufigkeit und die Verluste. Die ESBK erwähnt ausserdem die Möglichkeit, Statistiken und Übersichten über die getätigten Einsätze bereitzustellen. Jede Spielbank muss zudem über eine für den Spielerschutz verantwortliche Person verfügen.
Beim Vergleich von Online-Casinos sollten diese Aspekte deshalb als eigenständige Qualitätskriterien berücksichtigt werden. Nutzer müssen ihre Ausgaben nachvollziehen und bei Fragen zu ihrem Spielverhalten unkompliziert eine zuständige Ansprechperson finden können.
Eine Schweizer Konzession regelt den Betrieb eines Online-Casinos, beseitigt jedoch weder das Verlustrisiko noch die Gefahr eines exzessiven Spielverhaltens. Entscheidend ist deshalb nicht nur, dass Schutzinstrumente vorhanden sind, sondern auch, dass sie verständlich gestaltet und einfach zu bedienen sind.
Die Aufforderung, finanzielle Unterlagen einzureichen, kann für Spieler überraschend kommen. Sie kann jedoch Teil der gesetzlichen Verpflichtungen einer Spielbank zum Spielerschutz sein. Bestehen Zweifel daran, ob die Höhe der Spieleinsätze mit den finanziellen Verhältnissen einer Person vereinbar ist, muss die Spielbank deren Situation abklären.
Die Bedeutung dieser Kontrollen wurde am 24. September 2026 erneut deutlich. Bei einer Veranstaltung erinnerte die ESBK daran, dass eine Spielbank die finanzielle Situation eines Spielers nicht überprüfen kann, wenn die erforderlichen Nachweise fehlen oder nicht fristgerecht eingereicht werden. In einem solchen Fall muss eine Spielsperre verhängt werden.
Wer Online-Casinos vergleicht, sollte auch diese Verfahren verstehen. Die Überprüfung der finanziellen Verhältnisse gehört zu den Schutzmechanismen des regulierten Schweizer Geldspielmarktes. Sie soll verhindern, dass Personen Einsätze tätigen, die mit ihrer wirtschaftlichen Situation nicht vereinbar sind.
In der Schweiz können Spieler bei einer Spielbank selbst eine Spielsperre beantragen. Gesperrte Personen werden in einem zentralen Register erfasst. Die Sperre gilt sowohl für landbasierte Spielbanken und Online-Casinos als auch für online angebotene Grossspiele. Sie beschränkt sich somit nicht auf die Spielbank, bei der der Antrag gestellt wurde.
Die ESBK weist ausserdem darauf hin, dass Angehörige eine Spielbank informieren können, wenn sie besorgniserregende Veränderungen im Spielverhalten oder in der finanziellen Situation einer Person feststellen. Die Spielbank prüft anschliessend, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Spielsperre erfüllt sind.
Diese Möglichkeiten verleihen dem Spielerschutz eine konkrete Bedeutung. Sie ermöglichen Massnahmen, die über die blosse Schliessung eines einzelnen Spielerkontos hinausgehen und einen umfassenderen Schutz innerhalb des betroffenen Geldspielangebots bieten.
Um zu überprüfen, ob eine Plattform in der Schweiz zugelassen ist, empfiehlt die ESBK, die Konzessionierung des Anbieters zu kontrollieren. Eine Übersicht bietet die Liste der legalen Online-Casinos in der Schweiz. Dass eine Glücksspielwebsite von der Schweiz aus erreichbar ist, bedeutet nicht automatisch, dass ihr Angebot legal ist. Die Aufsichtsbehörde warnt zudem davor, dass die Auszahlung von Gewinnen bei nicht bewilligten Anbietern nicht garantiert ist.
Die Veränderungen im Spielverhalten junger Männer liefern somit einen weiteren Grund, die Kriterien beim Vergleich von Online-Casinos zu erweitern. Neben dem Spielangebot, der Benutzeroberfläche und den Zahlungsmethoden sollten auch die Transparenz der Ausgaben, der Zugang zu Spiellimiten und die Sichtbarkeit der Schutzmassnahmen berücksichtigt werden.
Ein hilfreicher Casino-Vergleich unterstützt die Leser dabei, ein bewilligtes Angebot zu erkennen und dessen Funktionsweise zu verstehen. Dazu gehört auch die Frage, welche Möglichkeiten bestehen, wenn ein Spieler seine Spielaktivität reduzieren, eine Spielsitzung unterbrechen oder professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen möchte.
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